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27.11.2020

RUDERN | MOTIVATIONSPROBLEME NICHT AUSGESCHLOSSEN

Um den Trainingsbetrieb aufrecht zu erhalten, mussten in der GC Sektion Rudern neue Formen gefunden werden: Aufgrund der Vorgaben des BAG wurden drei Trainingsgruppen gebildet, unterteilt in Laufen, Ergometer und Kraft. Durch diese Massnahme kann zwar das Trainingsziel erreicht werden aber leider werden die "eingespielten" Gruppen sozial auseinandergerissen. Und auch der mit der Organisation auftretende Mehraufwand, den Headcoach Thomas "Tom" Böhme bei zwanzig bis dreissig Prozent ortet, ist nicht zu unterschätzen. Den Athleten fehlt durch den Wegfall der Wettkämpfe ein Vergleich mit der Konkurrenz. Hier wird von den Betreuern mehr Motivations-Aufwand verlangt, vor allem bei jüngeren Ruderern ohne grosse Regattaerfahrung, während erfahrene Athleten mit der Situation gelassener umgehen.

Die GC Ruderer sehen grosso modo keine umfassend negativen Auswirkungen für die nahe Zukunft, da man sich mehrheitlich gut auf die erforderlichen Massnahmen eingestellt hat. Ausser im Bereich Spitzenrudern könnte sich bei hohem Trainingsaufwand und gleichzeitig ausbleibenden Vergleichsmöglichkeiten mit der Konkurrenz eine gewisse Müdigkeit eintreten, die in ein frühzeitiges Karriere-Ende münden könnte, was eine Verkleinerung der Gruppe der Regatta-Ruderer zur Folge hätte.

Keine schönen Aussichten.

Eugen Desiderato