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23.04.2021

EIN MUSTERBEISPIEL IN DER LIONS PYRAMIDE

Willy Riedi hat es nach drei Saisons bei den GCK Lions geschafft, bei den ZSC Lions in der National League einen Zweijahres-Vertrag zu erhalten. Mit zwölf begann er erfolgreich, die Lions-Pyramide hochzuklettern.

Der 23-jährige Willy Riedi stand mit den ZSC Lions im Cupfinal und hatte zuvor bis zu diesem Zeitpunkt schon 14 Spiele absolviert und schon vier Scorerpunkte erzielt (ein Tor). Jetzt wurde er mit einem Zweijahres-Vertrag für die ZSC Lions ausgerüstet und steht somit ab der nächsten Saison fix im Kader.

Ein Familienmensch
Willy Riedi wohnt noch bei seinen Eltern in Niederhasli, mit denen er ein sehr gutes Verhältnis pflegt. Wenn es mal eine Pause erlaubt, geht er mit seinen Eltern nach Rueras oder Grindelwald zum Wandern. Auch nach aussen ist Riedi ein sehr sympathischer und bescheidener junger Mann. Er ist seinen Eltern dankbar, dass sie ihn in jungen Jahren sein geliebtes Hobby Eishockey ausüben liessen, das er jetzt definitiv zum Beruf machen konnte, und ihn immer mit weiten Autofahrten unterstützt haben. Er bezeichnet sich als Familienmensch.

Fleissig auf dem Eis
Im Alter von zwölf kam Willy Riedi von EV Dielsdorf-Niederhasli in die Lions-Organisation – zu den damaligen Moskitos unter Trainer Thomas Scheidegger, der noch heute als Stufenleiter U15 beim Nachwuchs arbeitet. Riedi war nie ein grosses Talent, hat aber mit viel Fleiss und Leistungswille stets seine Ziele erreicht. So stieg er über die Elite-B (heute U20-Top), mit der er Vizemeister wurde, zur höchsten Junioren-Mannschaft der Elite A (heute U20-Elit) auf. Dort wurde Riedi 2016/17 Schweizermeister. Im Jahr danach gelangen ihm in 53 Spielen 60 Scorerpunkte (33 Tore und 27 Assists). Dies verhalf dem Eigengewächs in der Saison danach zur Selektion bei den GCK Lions in der Swiss League. Dort spielte er in bisher 102 Spielen und erzielte 21 Tore und 25 Assists (Stand 11. März).

Willy Riedi, was bedeutet dir Eishockey?
Eishockey ist meine grosse Leidenschaft, mein Lieblingshobby und jetzt mein Lieblingsberuf.

Wie hast du die GCK Lions erlebt?

Ich war sehr dankbar, dass ich diese Chance nach meiner Juniorenzeit erhalten habe. Dort hat es immer gute Trainer, die das Talent der jungen Spieler fördern können. Die Mannschaft ist gut durchmischt. Routiniers wie Captain Roman Schlagenhauf helfen mit ihrer reichen Erfahrung den jungen Spielern, sich zu entwickeln.

Wie kam es zu deiner Entwicklung bis zur National League?

Ich habe immer alles gegeben und hasse es, zu verlieren. Nicht nur Spiele, sondern auch Zweikämpfe in jedem Spiel. Ich will immer besser werden und mich voll einsetzen.

Was ist jetzt dein persönliches Ziel?

Zuerst möchte ich viele Einsätze bei den ZSC Lions machen und mit der Mannschaft Schweizermeister werden. Danach will ich mich nach und nach mit guten Leistungen zum Stammspieler entwickeln.

Und wenn du wieder einmal zu den GCK Lions geschickt werden solltest, um mehr Eiszeit zu erhalten, ist das kein Problem?
Nein, im Gegenteil. Dann gebe ich auch hier mein Bestes und will der Mannschaft helfen! Ich freue mich extrem, dass ich meinen Lieblingssport jetzt ganz zum Beruf machen konnte.

Hampi Rathgeb


9. Rang und Pre-Playoffs
Die Qualifikation der GCK Lions war zufriedenstellend, aber nicht überwältigend. Die Routiniers Roman Schlagenhauf und Corsin Casutt konnten dem jungen Team helfen. Junge Spieler konnten ihre Entwicklung vorantreiben, allen voran Julian Mettler und Nicola Christen, aber auch die Verteidiger Noah Meier und Samuel Widmer. Luca Capaul fehlte lange verletzt. Mehrere Junioren kamen zu erfolgreichen Einsätzen, so zum Beispiel Marlon Graf.

Ausser gegen Ajoie konnte jedes Team mindestens einmal geschlagen werden. Eine positive Bilanz gab es aber nur gegen Thurgau (10:8 Punkte), die Ticino Rockets und die EVZ Academy (je 9:3 Punkte). Gegen Langenthal, Sierre und Olten gab es je 5:7 Punkte, gegen Winterthur nur 4:8. Gute Leistungen hat es gegen Aufstiegsfavorit Kloten (ein 2:1-Sieg und drei knappe Niederlagen) gegeben, ebenso gegen La Chaux-de-Fonds und Visp (je 3:9 Punkte). Der neunte Schlussrang in der Qualifikation war absolut verdient.

Die besten Scorer der Qualifikation:
Ryan Hayes (35 Spiele/26 Tore+16 Assists=42 Punkte), Yannick Brüschweiler (46/15+18=33), Roman Schlagenhauf (44/9+19=28), Corsin Casutt (35/9+11=20), Noah Meier (35/1+19=20), Tyler Benson (NHL, 15/2+17=19), Willy Riedi (22/9+6=15), Axel Simic (26/5+10=15), Julian Mettler (46/4+11=15), Axel Andersson (42/1+12=13), Xeno Büsser (44/1+12=13).

Pre-Playoffs:
HC La Chaux-de-Fonds (8.) – GCK Lions (9.) Endstand: 2:1, Resultate: 4:1, 3:7, 4:2