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25.09.2020

RUGBY | HARZIGER SAISONSTART

Mit einwöchiger Corona-bedingter Verspätung startete das GC Team am letzten Wochenende die Unternehmung "Titelverteidigung". Leider hatte sich das Team durch zum Teil schwere Verletzungen im letzten internen Testspiel arg geschwächt und musste mit einem Rumpfteam in der Nähe von Genf gegen Hermance antreten. Eine Startniederlage war unter diesen Umständen nicht zu verhindern.

Nach langer Vorbereitung mit Corona-bedingten Einschränkungen konnte nach den Sommerferien die neue Saison gestartet werden. Nach einem gewonnenen Testspiel gegen den Rugby Club Basel und einem Trainingslager in Lecco am Comersee wollte das GC Team vor eigenem Anhang ins erste Meisterschaftsspiel gegen UC Lausanne steigen. Aber offenbar war die wegen Starkregens abgebrochene Test-Partie im Rahmen des Trainingslagers in Lecco kein gutes Omen. Denn die Grasshopper kamen gewissermassen vom Regen in die Traufe. Einen Tag vor dem Spiel musste Lausanne wegen eines Covid-Falls absagen. Das GC Team wollte aber trotz dieser Absage die eigene Form konservieren und setzte kurzerhand ein internes Testspiel auf der Zürcher Allmend der 1. gegen die 2. Mannschaft an.

Verletzungen an internem Testspiel

Die Spieler legten sich ordentlich ins Zeug, wollten sich dem neuen Trainer Tauira Patterson präsentieren. Entsprechend war dieser Match vom Anpfiff bis zum Schlusspfiff hart umkämpft. Die Spieler beider Auswahlen fighteten, als gäbe es kein Morgen. Obwohl die Partie vom international erfahrenen Schiedsrichter Ethan Glass hervorragend geleitet wurde, gab's eine Reihe teils schwere Verletzungen. Der Platzarzt diagnostizierte u.a. einen Kieferbruch mit Zahnverlust, eine Schulterluxation und eine Luxation des Fingerendgelenks...  

Als Folge musste GC am letzten Wochenende sein erstes Meisterschaftsspiel im äussersten West-Zipfel der Schweiz bei Genf gegen Hermance stark ersatzgeschwächt bestreiten. Dass gegen den hartnäckigen Gegner die Trauben sehr hoch hängen würden, war dann auch allen klar. Dennoch ging das GC Team nach einem phänomenalen Gruberkick durch Gwendal Loarer hinter die Abwehrkette und anschliessendem Try des selben Akteurs in Führung. Allerdings währte diese nicht lange. Der Wille der Grasshopper war aber ungebrochen. Andri Koeferli brachte sein Team kurz vor der Pause durch einen Try nach einem Vierzigmeter-Lauf, bei dem er drei Gegner stehen liess, wieder in Führung. Allerdings fügten die ausgefahrenen Ellbogen dieser Gegner beim Grasshopper zu einer Rissquetschwunde, die den eisenharten Spieler aber nicht davon abhielt, nach kurzer Pflege die Partie zu Ende zu spielen. Allerdings nutzte Hermance die kurzeitige Verletzungsabsenz und baute die Führung bis zur Halbzeit auf 17-14 aus.

Trotz grossen Einsatzes konnten die Grasshopper die Partie in der zweiten Halbzeit nicht mehr wenden. Dies sicher auch wegen der ungewohnt vielen Eigenfehler und Ballverluste. Die Begegnung endete demzufolge 23-14 für die Gastgeber. Auch das Vorspiel der 2. Mannschaften ging zu Ungunsten der Zürcher aus.

Headcoach sah positive Ansätze

Dennoch sah der neue Headcoach Tauira Patersson auch gute Ansätze und ist guter Hoffnung, dass bei besserer Feinabstimmung die positiven Resultate folgen werden. Das Saisonziel muss nach den Abgängen der beiden Internationalen Leo Luginbühl (Transfer zu Servette) und Sylvain Hirsch (beruflich in Singapore) sowie der Verinnerlichung der Ideen des neuen Trainers realistischerweise das Erreichen der Playoffs sein, damit die Chance auf die Titelverteidigung intakt bleibt.

Nachdem letztes Wochenende weitere drei Spiele verschoben wurden, könnte auch in Zukunft der Spielbetrieb wegen Corona arg beeinträchtigt werden. Immerhin hoffen die Protagonisten, die Meisterschaft bis nächsten Sommer regulär beenden zu können.

Stephan R. Koeferli