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29.04.2019

SQUASH | GC CUP FEST IN ÄGYPTISCHER HAND

Einmal mehr bot die GC Sektion Squash den Squash-Freunden in der Schweiz und dank Livestream in der ganzen Welt während vier Tagen sportliche Höhepunkte in der Glasbox. Der traditionelle, erstmals mit 110‘000 Dollar dotierte GRASSHOPPER CUP wurde in der Oerliker Halle 622 von über 2000 Zuschauern besucht.

Die diesjährige Durchführung des Grasshopper Cup stellte wohl den Höhepunkt des auf das Jahr 1979 zurückgehenden Traditionsturniers dar. 24 Athleten aus der ganzen Welt, darunter alle Top 5 Spieler der aktuellen Weltrangliste inkl. dem amtierenden Weltmeister lieferten sich in der Halle 622 in Zürich spektakuläre Spiele und kämpften um das Rekordpreisgeld von USD 110'000 und den Sieg bei diesem Weltklasse Gold Turnier der professionellen Squash Tour PSA. Sämtliche Partien wurden weltweit via Livestream (Eurosport Player,  Tennis Channel u.a.) übertragen und fanden vor einem begeisterten Publikum statt. Rund 500 Zuschauer verfolgten jeden Abend die Duelle der Ausnahmespieler, die aus der ganzen Welt für den Grasshopper Cup nach Zürich gekommen waren. Darunter in den ersten beiden Runden auch die beiden Schweizer Nici Müller und Dimitri Steinmann. 

«Es gibt nichts Besseres als vor grosser Zuschauerkulisse zu spielen, die dich bei jedem Punktgewinn feiern“, sagt Dimitri Steinmann. Ausser natürlich in einem solchen Ambiente auch noch zu gewinnen. Doch dazu reichte es dem 21-jährigen Dübendorfer Profi-Squasher nicht. Er unterlag Max Lee aus Hong Kong. «Ich habe gut gespielt und kann mir nichts vorwerfen», sagt der dreifache Schweizer Vize-Meister, der im World Ranking auf Position 70 geführt wird. «Ich muss schauen, dass ich im Kopf nicht so schnell müde werde. Und meine Schläge müssen noch ein wenig präziser werden. Aber es gibt viel Positives, das ich mitnehmen kann.» Nach der Niederlage im Final der Schweizer Meisterschaft war Steinmann noch unzufrieden gewesen...

Auch der zweite Schweizer scheiterte: „Mohamed Abouelghar konnte in den wichtigen Situationen „nochmals einen drauflegen““, analysiert Nicolas Müller den Grund, weshalb er am Ägypter gescheitert ist. Der Squash-Profi vom Hirzel spielte gut. «Es war ein toller Match», findet er selbst, «aber der Gegner in der Weltrangsliste 20 Plätze besser klassiert, war besser. Nici Müller: „Squasher, die so gut angreifen wie Abouelghar, gibt es auf der Tour nur wenige“, aber den zweiten Satz hätte ich vielleicht gewinnen können“ sinniert der Schweizer Einzel-Meister vom SC Sihltal. «Aber ich hatte dort ein paar Löcher in der Konzentration, was von einem Topspieler gnadenlos ausgenutzt wird. Ich nehme jedoch viele positive Gefühle aus dem GC Cup mit, denn spielerisch bin ich auf einem guten Weg.“

Die beiden Schweizer machten mit ihren Niederlagen den Weg frei für die aktuell vornehmlich ägyptische Weltelite. Im Final standen sich dann der langjährige Dominator der Szene, Mo Elshorbagy, und der Vizeweltmeister 2019, Tarek Momen, gegenüber. Elshorbagy („The Biest“) behielt schliesslich dank einer überzeugenden Leistung in drei Sätzen gegen Momen ("The Viper") die Oberhand.

Am Finalwochenende fand parallel auch zum Grasshopper Cup ein Womens Exhibition Event mit vier Spitzenspielerinnen statt. Die Begeisterung der Zuschauer über die gezeigten Leistungen führte beim Organisationskomitee zum Entschluss, im kommenden Jahr, gleichzeitig mit dem Männer-Event, erstmals ein Frauenturnier durchzuführen. Steve Buchli, OK-Präsident Grasshopper Cup / Weltklasse Squash in Zürich ist überzeugt: Die Marke des Grasshopper Club wird dadurch mit Sicherheit noch weiter in den Fokus der Squashwelt rücken und an positiver Ausstrahlung gewinnen.“

St.B./red.