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23.10.2020

TENNIS | LIV DROLSHAMMER, EIN VORBILD FÜR DEN GC NACHWUCHS

Der jungen GC Spielerin, frisch gebackenen Maturandin und gegenwärtigen Psychologiestudentin Liv Drolshammer ist gelungen, wovon viele junge Sportlerinnen träumen. Mit Fleiss, Fokus und Willen sowie dem nötigen Talent vermochte sie ihrer sportlichen Leidenschaft auf hohem Niveau nachzugehen und gleichzeitig die Matura am Kunst- und Sportgymnasium Rämibühl  abzuschliessen.

Ein früh erkanntes Talent

Dank dem ehemaligen GC-Trainer und -Wettkampfspieler Andras Szöcsik fand die junge Spielerin im zarten Alter von fünf Jahren einen gelungenen Einstieg in die Sportart Tennis. Früh zeigte sich im wöchentlichen Training auf der Anlage der GC Tennis Sektion ihr Talent. Konzentriert und fokussiert versuchte das sportliche Mädchen mit den langen hellblonden Haaren den Ball über das für sie noch hohe Netz zu spielen. Jede Woche freute sie sich auf das Spiel mit dem gelben Filzball in einer fröhlichen unbeschwerten Runde Gleichaltriger. Während nicht alle Mitspieler und Mitspielerinnen den Anweisungen des Trainers Folge leisteten, war die kleine Liv dabei stets aufmerksam und bemüht.

Livs offensichtliches Talent für Sport blieb auch in der Schule nicht unbemerkt. Mit sieben Jahren wurde sie für das Förderprogramm des Sportamtes der Stadt Zürich Talent Eye  selektioniert. Im Rahmen dieses Programms kam sie mit diversen Sportarten wie Fussball, Synchronschwimmen, verschiedenen Tanzarten und Eiskunstlauf in Berührung.

Tennis bleibt die Nummer eins

Anlässlich eines Gesprächs im Clubraum der Tennis Couvert Sektion verrät die charmante Tennisspielerin mit verschmitztem Lächeln, dass im städtischen Talent Eye-Programm Synchronschwimmen definitiv nicht ihr Favorit gewesen sei. Neben allen Ballsportarten habe sie aber eine Leidenschaft für die Tanzrichtung Hip-Hop entdeckt – eine Begeisterung, welcher sie während rund sechs Jahren nachging. Allerdings sei Tennis stets ihre Nummer eins geblieben. Klug analysiert die aufgeweckte junge Frau, am Tennisspiel habe ihr neben Kondition, Koordination und Konzentration die ständige Anpassung an eine neue Gegnerin und einen anderen Tennisplatz, vor allem aber das Spiel mit der Gegnerin sowie das gesellige Training unter Gleichgesinnten gefallen. Ihre Begeisterung für den Tennissport konnte Liv nicht nur ihrer Schwester Unna vermitteln, sondern auch dem Vierbeiner der Familie. Anlässlich eines ihrer Matches bahnte sich Hund Lola nämlich den Weg vom Restaurant auf den Sandplatz und schnappte sich während des Ballwechsels den gelben Ball vor Livs Nase weg.

Einzelsport versus Mannschaftssport

Dass eine Einzelsportart ihr Favorit wurde, erklärt Liv damit, dass sie es vorziehe allein für ihren Sieg oder ihre Niederlage die Verantwortung übernehmen zu wollen. Ein Sieg, den man sich allein zuschreiben könne, sei unendlich schön, eine Niederlage umso härter. Dabei beweist die jährliche Teilnahme am Interclub, an welchem Liv seit Jahren die GC-Farben vertritt, dass sie auch eine gute Teamplayerin ist. Den Einstieg in das Wettkampftennis fand sie im Junioren-Interclub. Bereits als Juniorin stellte sie sich später diversen Damenmannschaften zur Verfügung, von der 2. Liga bis in die NLB. Heute spielt sie in der NLC, da die NLB der Damen im vergangenen Jahr leider abgestiegen ist.  

Sport und Schule – ein Balanceakt

Während ihrer Zeit am Kunst- und Sportgymnasium Rämibühl konnte Liv täglich drei bis vier Stunden dem Sport widmen. Durch intensives Tennis- und Konditionstraining sowie der regelmässigen Turnierteilnahme an den Wochenenden gelang ihr das Kunststück stets unter den schweizweit zehn besten Spielerinnen ihres Jahrgangs zu bleiben – neben der akademischen Leistung eine Voraussetzung, um an der Schule verbleiben zu dürfen. “Anfangs musste ich meinen eigenen Rhythmus finden, um die Balance zwischen schulischen und sportlichen Anforderungen halten zu können“, erinnert sich die junge Studentin. “Zwischendurch, vor allem während den Prüfungsphasen, war es allgemein schon sehr streng, Schule und Sport unter einen Hut zu bringen“, sinniert sie weiter. Der Schule sei sie aber sehr dankbar, denn diese biete engagierten Sportlerinnen und Sportlern nicht nur ausgezeichnete Möglichkeiten ihren Ambitionen nachzugehen, sie fördere dabei auch Selbstständigkeit und Organisationsfähigkeit sowie den Fokus auf das Wesentliche.

Fokussiert in die Zukunft


Aktuell studiert die ambitionierte Sportlerin Psychologie im Hauptfach sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften im Nebenfach. Leider gestalte sich gegenwärtig das Studium an der Universität Zürich aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie hauptsächlich online. Ihre Erfahrungen aus dem Kunst- und Sportgymnasium betreffend Disziplin, Organisation und Selbstständigkeit kämen ihr in diesem Kontext zu Gute.
 
Im Tennis hätten sich ihre Ambitionen etwas verlagert: “Was die offizielle Klassierung angeht, habe ich keine konkreten Ziele. Ich möchte aber weiterhin auf einem guten Niveau Tennis spielen können. Am wichtigsten ist mir dabei, dass ich meine Freude an diesem spannenden Sport erhalten kann.“ Zugleich will sie ihr Tennis-spezifisches Können an andere weitergeben. Vor Kurzem hat sie den J&S Kurs von Swiss Tennis erfolgreich abgeschlossen und gedenkt in naher Zukunft den C-Trainer zu machen.“

GC bleibt sportlicher Dreh- und Angelpunkt


Sowohl im Winter als auch im Sommer ist die hübsche Spielerin auf den GC-Anlagen anzutreffen. Entweder trainiert sie mit Freundinnen wie Interclub-Kollegin Natalie Fäh oder sie gibt den GC-Junioren Tennisunterricht. Dass sie dabei für viele eine Vorbildfunktion einnimmt, ist der bescheidenen jungen Frau vermutlich nicht bewusst.

Einer derart engagierten und sympathischen Person ist für die Zukunft jedenfalls nur das Beste zu wünschen!

Chantal Coens