MenuSuche
25.09.2020

UNIHOCKEY | DER SUPERCUP LITT UNTER CORONA UND REGEN

Zum wiederholten Mal hat GC Unihockey im Auftrag von Swissunihockey den Unihockey Supercup in der Saalsporthalle Zürich organisiert. Eine ganz besondere Aufgabe in einem ganz besonderen Jahr. Nicht nur Corona hatte "die Hände im Spiel", sondern auch der wolkenbruchartige Regen...

Es ist der Auftakt zur neuen Saison: Im Supercup treffen sich jeweils der amtierende Schweizer Meister und der Cupsieger der Damen und Herren. Der Vorverkauf läuft jeweils nur kurze Zeit, bis die Saalsporthalle restlos gefüllt ist – ein Unihockey-Fest der Superlative. GC Unihockey hat diesen Grossevent in den vergangenen Jahren verschiedentlich erfolgreich durchgeführt und ein erfahrenes Organisationskommittee sorgt jeweils für einen reibungslosen Ablauf des Spektakels. Doch dieses Jahr war alles anders. Mit dem Corona-bedingten Abbruch des Spielbetriebs standen weder ein Cupsieger noch ein Meister fest und lange war unklar, ob der Anlass überhaupt durchgeführt werden konnte. Swissunihockey entschied sich schliesslich für ein „Final-Four“-Konzept, wonach die beiden Bestplatzierten aus Cup und Meisterschaft am Samstag einen Halbfinal, und am Sonntag den Final auszutragen hatten. Obwohl GC Unihockey in der Meisterschaft zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs auf dem zweiten Platz gelegen hatte traten die Zürcher in der Saalsporthalle nicht an – die Mannschaft hatte bereits vorgängig ein Trainingslager in Österreich gebucht, und so nahm das drittplatzierte Floorball Köniz am Supercup teil. Die Zuschauerinnen und Zuschauer in der Halle sahen sowohl bei den Damen wie auch bei den Herren attraktives Unihockey, die Partien wurden auch im Livestream übertragen.

Organisatorisch war der Supercup dieses Mal aber eine echte Herausforderung. Zunächst war lange nicht bekannt, ob der Anlass stattfinden würde und wenn ja, wie viele Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen sind. Alleine die Vorbereitungsarbeiten nahmen innerhalb weniger Tage über 100 Stunden in Anspruch. So war nicht klar, wieviel Catering bestellt werden muss, wie die Sektoren aufgeteilt und welche Schutzmassnahmen zu ergreifen sind. Mit der Kurzfristigkeit war es ausserdem schwierig, die benötigen Helfer zu organisieren – immerhin sind an der Veranstaltung rund 200 Funktionäre mit über 1000 Einsatzstunden tätig, einige Schlüsselfunktionen sind praktisch durchgehend vor Ort. Der Vorverkauf startete erst spät und es durften unter strengen Auflagen maximal 1000 Personen gleichzeitig in der Halle sein – unter Einhaltung von Mindestabständen und Maskentragpflicht. Dies alles musste kontrolliert werden, die Ein- und Auslässe zur Halle mussten im Einbahnsystem geführt werden und die Durchgänge vom Spieler- in den Zuschauerbereich waren hermetisch abgeriegelt, was zu langen Wegen für die Funktionäre führten.

Starker Regen führte zu besonderen Herausforderungen, etwa, weil Wasser von der Hallendecke aufs Spielfeld tropfte oder die ausserhalb aufgestellten Helfer- und Catering-Zelte "vom Winde verweht" wurden oder das Regenwasser in die Zelte eindrang.
 
Es ist einer tollen Teamleistung zu verdanken, dass auch dieser Supercup tadellos und zur vollen Zufriedenheit von Swissunihockey und seinen Sponsoren ablaufen konnte. Auch wenn zum Schluss wohl nur maximal 400 Personen gleichzeitig in der Halle waren, war die Stimmung gut – und die gezeigten Leistungen der Teams auf dem Feld machten Appetit auf eine spannende Saison.

GC Unihockey bedankt sich bei allen Fans für ihr Erscheinen und allen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz. Es bleibt zu hoffen, dass die Supercup-Ausgabe nächstes Jahr wieder unter möglichst normalen Rahmenbedingungen stattfinden kann.

André Meier