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29.04.2019

UNIHOCKEY | GC IST VIZEMEISTER

GC Unihockey muss auf seinen zweiten Meistertitel warten. Das ist das Verdikt nach dem Superfinal vom Samstag in der ausverkauften Klotener Swiss Arena. Das Team von Trainer Luan Misini musste sich im Superfinal dem Rekord-Meister SV Wiler-Ersigen 4:8 beugen. Die Berner gewannen dank überzeugender Leistung ihren 12. Meistertitel und zogen mit dem bisherigen Rekordmeister Rot-Weiss Chur gleich. GC Unihockey wird auch in der nächsten Saison wieder angreifen.

Die Enttäuschung war nicht nur den GC Spielern, sondern auch ihrem Trainer Misini ins Gesicht geschrieben. Noch vor der Partie war dieser überzeugt, dem Gegner paroli bieten zu können. Aber auch der "Trainer des Jahres 2017" musste nach der Niederlage eingestehen: "Wir fanden keine Lösung, uns gegen das kompakte Spiel von Wiler-Ersigen durchzusetzen. Es fehlte uns in den Zweikämpfen die nötige Power und Überzeugung. Erst als wir in der Schlussphase den Torhüter durch einen weiteren Feldspieler ersetzten gelang uns noch das eine und andere, aber insgesamt war es zu wenig. Der Gegner hatte mehr Energie und hat verdient gewonnen." Bereits in der über die gesamte Distanz gegangenen Halbfinalserie konnte vermutet werden, dass den Grasshopper auf der Zielgeraden die Luft ausgehen könnte. Im entscheidenden siebten Spiel haben sie sich dann zwar gegen die aufsässigen Alligator Malans nochmals gesteigert, fanden im Final aber nicht die nötige Sicherheit in ihrem Spiel. Es mag damit zusammenhängen, dass die Berner die Finalteilnahme frühzeitig festmachen konnten, nachdem sie sich in der Halbfinalserie gegen den letztjährigen Meister Floorball Köniz klar 4:1 durchsetzen und damit ausgeruht in den Superfinal ziehen konnten. Es hängt aber sicher auch damit zusammen, dass SV Wiler-Ersigen auf eine, auch in entscheidenden Spielen erworbene grosse Erfahrung  zählen kann. Die Berner waren im Superfinal zu einem Steigerungslauf fähig, die Grasshopper nicht. GC Spieler Tobias Heller, nach dem Spiel als Best Player ausgezeichnet, lässt eine allfällige Überbelastung aber nicht als Ausrede gelten: "Es hätte sich eher zu unseren Gunsten auswirken sollen, dass wir im Rhythmus waren, allfällig fehlende Kraft kann nicht angemahnt werden. Wir haben ein schlechtes Spiel abgeliefert und zum Beispiel bei Vollbestand lediglich einen Treffer erzielt. Das ist zu wenig." 

Die Direktbegegnungen zwischen den beiden Finalisten in der Qualifikation entschied Wiler für sich (5:3 und 6:2), während im Cup-Viertelfinal die Zürcher mit 6:2 die Oberhand behielten. Bereits 2005 und 2012 standen sich GC und SV Wiler-Ersigen in einer Final-Serie gegenüber, die Wiler klar gewann. Und nun fügten die Berner den Hopper am Samstag erneut eine Niederlage zu, den Hopper, die eine überzeugende Qualifikation gespielt hatten, jetzt aber, was Titel angeht, mit leeren Händen dastehen: Im Cup unterlagen sie überraschend gegen Tigers Langnau und jetzt im Kampf um den Meistertitel gegen Wiler-Ersigen.

GC Unihockey kann insgesamt auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken und wird auch die neue Spielzeit wieder konzentriert angehen und seinen Fans weiterhin attraktiven Sport bieten. Die Vorbereitung, auch bezüglich Kaderverstärkung läuft bereits.

Eugen Desiderato

Grasshopper Club Zürich - SV Wiler-Ersigen 4:8 (1:2, 0:1, 3:5)

SWISS Arena, Kloten. 8011 Zuschauer. - SR: Corina Wehinger, Sandra Zurbuchen. - Tore: 12. D. Wittwer (J. Krähenbühl) 0:1. 12. F. Göldi (C. Meier) 1:1. 16. J. Krähenbühl (J. Bürki) 1:2. 31. C. Mutter (D. Känzig) 1:3. 42. D. Känzig (T. Väänänen) 1:4. 47. M. Rentsch (D. Känzig) 1:5. 51. M. Dudovic (M. Hofbauer) 1:6. 55. C. Laely (C. Meier) 2:6. 56. B. Reusser (J. Rüegger) 3:6. 56. J. Krähenbühl (D. Wittwer) 3:7. 58. D. Känzig (M. Louis) 3:8. 60. C. Laely (F. Göldi) 4:8. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich. keine Strafen.

GC: Pascal Meier, Unternäher; Heller, Moch, Berliner, Grafi, Zürcher, Bier, Strässle, Maurer; Laely, Laubscher, Rüegger, Göldi, Chrsitoph Meier, Wenk, Steiger, Reusser, Julkunen, Zolliker, Stocker, Dürler

Wiler: Reich, Menetrey; Wittwer, Bürki, Väänänen, Bischofberger, Hollenstein, Sesulka, Moser, Schlüchter; Louis, Alder, Krähenbühl, Rentsch, Mutter, Känzig, Johnsson, Hofbauer, Lehtinen, Dudovic, Schenk, Affolter.

(Quelle: swissunihockey.ch)