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24.01.2020

UNIHOCKEY | WEITERE EHRUNG FÜR PASCAL MEIER

Unihockey hierzulande feiert herausragende Erfolge: Nur wenige Tage nach der Übertragung des Frauen-Weltmeisterschafts-Finals mit Schweizer Beteiligung, konnten die Fernsehzuschauer eine weiteres Gesicht der helvetischen Unihockey-Szene auf dem Bildschirm sehen: GC Goalie Pascal Meier wurde von der Sport-Community bei den Sport Awards 2019 in der Kategorie „MVP des Jahres“, dem Most Valuable Player, dem wertvollsten Spieler, auf den dritten Rang gesetzt, hinter Roman Josi (Captain des NHL-Teams Nashville Predators und einer der besten NHL Verteidiger) sowie Basketball-Star in Amerika, Clint Capela. Ein toller Erfolg für den erfolgreichen Grasshopper.

Allein schon die Tatsache, dass Pascal Meier als einer von sechs Athleten nominiert wurde, ist als Erfolg zu werten. Aber das Sahnehäubchen folgte dann anlässlich der Live-Show des Schweizer Fernsehens zur besten Sendezeit, als der Grasshopper für den dritten Rang geehrt wurde. Unihockey ist zwar hierzulande eine aufstrebende Sportart, kann aber dennoch keine so grosse Community wie zum Beispiel Fussball, Eishockey o.ä. hinter sich scharen. Noch nicht, wäre anzufügen. Denn die Marketinganstrengungen der Verantwortlichen tragen Früchte. So werden die NLA-Meisterschaftsspiele live gestreamt und das Schweizer Fernsehen überträgt ausgewählte Playoff-Spiele live, wobei beachtenswerte Einschaltquoten erreicht werden.

Die Ehrung macht Pascal Meier stolz: „Ich fühle mich natürlich extrem geehrt, in die Top 3 gewählt worden zu sein, hinter zwei Cracks, die in der Schweiz und in Amerika sehr hohes Ansehen geniessen. Sportlich kann ich mir zwar nichts dafür kaufen, aber es entschädigt für die vielen zusätzlichen Stunden, die ich jahraus, jahrein für meine Sport leiste.“ Im Interview mit Rainer Maria Salzgeber, dem Moderator der Live-Show, machte Pascal Weber auf sympathische Art Werbung für das Unihockey. „Es hat mir wirklich enorm viel Spass bereitet, am Anlass teilnehmen zu dürfen.“ Da kam auch nicht die kleinste Enttäuschung auf, „nur“ auf dem 3. Rang zu landen: „Es ist eine Ehre, hinter zwei absoluten Spitzenathleten zu stehen“, betont Pascal Meier, der die Ehrung nicht besonders gefeiert, dafür die Anwesenheit an der Live-Show in vollen Zügen genossen hat.

Ehrung absolut verdient

Pascal Meier hatte an der Unihockey-WM im Dezember 2018 in Tschechien massgeblichen Anteil am Bronzemedaillen-Gewinn der Schweizer Nati. Auch dank zahlreichen starken Paraden ihres Goalies hätten die Schweizer im Halbfinal beinahe Rekordweltmeister Schweden ausgeschaltet; die Entscheidung zugunsten der Nordländer fiel erst im Penaltyschiessen. Nebst WM-Bronze durfte sich Meier, der in der NLA seit 2015 das Tor des Teams des Grassshopper Club Zürich hütet, über zwei weitere Auszeichnungen freuen. Als erster Torhüter, als erster Schweizer und als erster Spieler, der nicht im Final stand, wurde er zum MVP des Turniers gewählt. Dazu schaffte es der 29-Jährige als bester Goalie ins All-Star-Team der WM. Und Pascal Meier ist der verlässliche Rückkhalt im GC Team.

Nach der Ehrung wieder Alltag

Der Alltag hat ihn wieder: Pascal Meier steht tagtäglich seinen Mann im Beruf und in der Halle mit seinen GC Teamkollegen. Denn jetzt gilt es, den zweiten Teil der Meisterschaft erfolgreich zu gestalten. „Bisher lief es unseren Wünschen entsprechend gut, wir sind im Fahrplan“, stellt Pascal Meier fest, legt aber gleich auch noch den Finger in eine noch nicht ganz geheilte Wunde: „Einzig das Ausscheiden im Cup tut noch etwas weh. Auch wenn wir in der jüngeren Vergangenheit etwa durch die jeweilige Finalteilnahme etwas verwöhnt waren, brauchten wir doch einige Zeit, die schmerzhafte Niederlage zu verdauen.“ Jetzt schaut der Goalie aber in die unmittelbare Zukunft: „Es gilt, durch hartes Training uns stetig zu verbessern, damit wir die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen, in die Playoffs zu starten. Schliesslich ist unser Anspruch und unser Ziel, die Besten im Land zu sein, wobei „die Besten“ nicht heisst, am Ende der Qualifikation ganz zu oben zu stehen, sondern im Superfinal zu reüssieren“, betont Pascal Meier und fügt an, „schliesslich wollen wir nach der Meisterschaft im GC INSIDER in der Rubrik „Highliht des Monats“ erscheinen, mit dem Pokal des Schweizermeisters in den Händen.“

Eugen Desiderato