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18.01.2021

Bildung liegt den Lions am Herzen

Auf dem Weg Richtung Profisport braucht es nicht nur die optimale Ausbildung auf dem Eis. Als Jugendlicher wird man schon bald vor die Entscheidung gestellt, welchen Beruf man erlernen möchte. Jeder Spieler soll die Möglichkeit erhalten, sich weiterbilden zu können. Es gibt verschiedene Wege, die ein junger Löwe nach der obligatorischen Schule einschlagen kann. Ob Sportschule (siehe unten) oder eine Lehre – die GCK/ZSC Lions Organisation hilft ihren Schützlingen, die optimale Weiterbildung auf und neben dem Eis zu bekommen.

Auf Eishockey und eine Lehre setzen

Maximilian Streule hat sein Ziel mit 17 Jahren fest vor Augen: Er will sich im Ausland beweisen. «Zuerst möchte ich in die Juniorenliga und mich dann nach oben arbeiten», sagt Streule. Dafür arbeitet der Walliseller hart. Fünf bis sechs Mal in der Woche trainiert er bei den GCK Lions U20 – an zwei Tagen bestreitet er Ernstkämpfe. Daneben macht er seine Ausbildung als Fachmann Betriebsunterhalt bei der Kantonspolizei Zürich. «Ich wollte einen abwechslungsreichen Job, damit ich nicht nur im Büro sitze. Ich lerne hier, wie man ein Gebäude unterhält. Das beinhaltet unter anderem die Reinigung und die Reparatur verschiedenster Dinge.»

Seine Woche ist klar getaktet – viel Freizeit hat Streule nicht. «Das stört mich nicht. Ich habe alles auf eine Karte gesetzt und habe dies in Kauf genommen, als ich mit dem Eishockey angefangen habe.» Wenn Streule Zeit findet, widmet er diese seiner Familie.

Von der Schule ins Berufsleben

Maximilian Streule hat sein zweites Lehrjahr begonnen. Der Einstieg in die Berufswelt war nicht einfach, wie er erzählt. «Man steht früh auf, geht neu arbeiten und erhält auch seinen ersten Lohn. Man muss lernen, mit all dem umzugehen. In der Schule wurde alles vorgegeben und jetzt wird man erwachsen. Es ist wichtig, eigene Erfahrungen zu sammeln.» Doch für ihn kam eine KV-Lehre in der United School of Sports nicht in Frage. «Alle machten das. Aber ich wollte eine andere Herausforderung», sagt Streule. Die hat er nun erhalten und ist froh, dass die GCK/ZSC Lions Organisation ihn bei den Vertragsverhandlungen mit der Kantonspolizei Zürich unterstützt hat. «Der damalige Sportchef Richi Jost hat mir einen Sportlervertrag ausgehandelt und alles mit meinem Lehrmeister besprochen. Das hat vieles vereinfacht.»

Streule fühlt sich wohl in seiner Lehre. Er mag die Arbeit, schätzt sein Umfeld und die Flexibilität an seinem Arbeitgeber. So darf er beispielsweise bei Auswärtsspielen auch früher Feierabend machen. Ausserdem erhält er die Möglichkeit, zwei weitere Trainings am Dienstag- und Donnerstagvormittag zu besuchen. «Das ist ein unglaublicher Vorteil für mich und meine Karriere. Ich weiss, dass nicht alle meine Teamkollegen diese Extratrainings besuchen können. Ich kann mich sehr glücklich schätzen.»

Sportschulen

Die GCK/ZSC Lions Organisation arbeitet mit diversen Sportschulen im Bereich der Oberstufe und des Gymnasiums sowie der späteren Berufsausbildung zusammen. Die Partnerschulen sind:

  • K+S Birch, Zürich
  • KuSs ZO, Uster
  • K+S Gynasium Rämibühl, Zürich
  • UNITED School of Sports, Zürich

Nicht alle Spieler eignen sich automatisch für eine Sportschule. Folgende Anforderungen muss das Nachwuchstalent mitbringen:

  • Hohe Eigenmotivation
  • Top-Spieler und gehört in seinem Team klar zu den Leistungsträgern
  • Arbeitet zielorientiert und selbständig (Sport und Schule)
  • Hat Ausdauer und Willensstärke, sehr gute Trainingspräsenz
  • Entwicklungspotential und Talent vorhanden (Beurteilung durch die Trainer)
  • Bisher guter Entwicklungsverlauf – gutes Lernverhalten (Lerntempo)
  • Gutes Sozialverhalten, ist anständig und hat ein korrektes Auftreten
  • Gute Unterstützung durch das persönliche Umfeld

Eine Sportschule hat den Vorteil, dass der Schüler drei Extratrainings die Woche besuchen darf. Dafür entfällt das Turnen. Da die Schüler weniger Schulstunden haben und sich so vermehrt auf den Sport konzentrieren können, verlangt die Schule aber auch eine grosse Selbstständigkeit zum Lernen.

Noah Meier, Spieler der ZSC Lions und der GCK Lions, hat sich für die KV-Lehre an der United School of Sports entschieden. Der 18-Jährige absolviert zurzeit ein zweijähriges Praktikum auf der Geschäftsstelle der ZSC Lions.